Neues in Sachen New Rock und New Metal? Gibt’s nicht, sagen manche. Das
Genre drehe sich im Kreis, die Protagonisten stampften stur auf der Stelle.
Niemand da, der sich auf den Weg macht, der einen Ausbruch wagt, der eine
Alternative anbietet. Wenn das so ist, dann kommen stereo.pilot genau
richtig. Denn die Stuttgarter tun genau das: stereo.pilot lassen Genregrenzen
einfach Genregrenzen sein – und donnern darüber hinweg. Mit Wucht,
Macht und Köpfchen direkt durch die Schallwand. „Crash To Come“ ist
das zweite Studioalbum der Stereopiloten – und ein entschlossenes Statement
für musikalische Grenzüberschreitungen: mutig, mächtig,
modern. Die Triebwerke sind auf Betriebstemperatur, stereo.pilot rollen
raus auf die Startbahn. Ach ja: Das Anschnallen könnt ihr getrost
vergessen. „Crash To Come“ wird euch tief in die Polstersitze drücken,
verlasst euch drauf!
Erster Garant ist „Room For One More“, ein bissiges Biest von einem Rocksong.
Mit schneidigen Riffs, unermüdlicher Double-Bass und einer Stimme,
die markant Metal und Melancholie mischt. Ein flammender Auftakt, der
gleichzeitig einen Wendepunkt markiert. „Die erste Probe mit unserem neuen
Gitarristen Krisz und die Umsetzung von ‚Room For One More’“, erinnert
sich Bassist Antonio „Toni“ Ieva, „das war für stereo.pilot wie ein
Neuanfang. Seitdem wissen wir: Jetzt geht’s wirklich los, jetzt sind Taten
gefragt!“ Im aktuellen Line-Up ist kein Platz für Co-Piloten: Bei
stereo.pilot ist die Crew der Star. Das Songwriting ist gleichberechtigt
auf die vier Kreativköpfe verteilt.
Mit vereinten Kräften halten Kai Hölle (Vocals), Antonio Ieva
(Bass), Krisz Weinzierl (Gitarre) und Alex Menichini (Drums) die schwere
Maschine auf Kurs. Gemeinsam
sorgen die vier für die unwiderstehliche Schubkraft, die „Crash To
Come“ durch 13 Songs trägt und treibt. Von der Startbahn weg reißen
stereo.pilot den
Steuerknüppel weit nach hinten. Ein paar Riffs, und die Stuttgarter
heben ab. Mit energetischen Brechern wie „Paperwall“, „On Fire“ oder „Down
For Life“ ziehen sie
die Maschine dann hoch und höher. „Crash To Come“, das sind 58 Minuten
kerosinstrotzender Alternative Metal – voller Schub auf allen Triebwerken
statt sanftem Sinkflug. Auf Albumlänge widerlegen stereo.pilot die
oft zitierte These, Rockmusik sei seit den Heydays des Grunge nie mehr
aufregend gewesen.
„Uns beeindrucken seit jeher Bands, die in ihrem Schaffen authentisch
sind“, sagt Kai Hölle, „Künstler, die glaubhaft ein Lebensgefühl
vermitteln.“ Das kann man auf „Crash To Come“ hören, aber viel besser
spüren. Hier lodert die Leidenschaft für unbeugsame Rocksongs,
die vor Adrenalin und Herzblut triefen. stereo.pilot brennen lichterloh,
Song für Song für Song. Als Fixsterne fungieren Alice In Chains
oder Life Of Agony, Audioslave oder Disturbed. Große Namen, zwischen
denen kleine Welten liegen. Zwischen diesen entfernten Eckpunkten spannt
sich der Kosmos auf, den Stereo.pilot bereisen. Mit klarem Kurs und üppiger
Fracht: Spielwitz und aufkeimende Melancholie, Melodien und durchschlagende
Härte. „Crash To Come“ setzt nicht auf Überschallgeschwindigkeit,
sondern auf Überraschungsmomente. „Wir wissen, dass wir uns mit diesem
Album zwischen die Stühle setzen“, stellen stereo.pilot fest. Wo
hört New Rock auf? Wo fängt New Metal an? Welches Label bleibt
hier überhaupt haften? Schablonen passen nicht, Schemata greifen
zu kurz – stereo.pilot haben sich anders entschieden. Und das mit Bedacht.
Denn wenn es auf „Crash To Come“ ein bestimmendes Thema gibt, dann dieses:
Entscheidungen. Die Großen und die Kleinen, die ewig Aufgeschobenen
und die Unausweichlichen.
„Dieses ganz spezielle Gefühl vor dem großen Knall“, sagt Kai
Hölle, „das ist in jedem unserer neuen Songs zu spüren. Es geht
um Entscheidungen, die wir treffen müssen, wenn wir nicht untergehen
wollen. Es sind diese Momente, die alles verändern können.“
Wer nun denkt, „Crash To Come“ sei ein verkopftes Album geworden, ein
Sammelsurium an Zweifeln und Verwerfungen, liegt falsch. Den Fragen des
Lebens stellen stereo.pilot musikalische Antworten gegenüber. Unverrückbare
Statements, glasklar ausformuliert und mit Nachdruck vertont. Mit „Crash
To Come“ und dem untrüglichen Instinkt für schlüssig-harte
Songs, die keinerlei Kompromisse dulden, weisen stereo.pilot den Weg aus
der Sackgasse unter dem verbeulten „New Metal“-Straßenschild. Also
bitte: hier entlang geht’s zur Gangway. Willkommen an Bord bei stereo.pilot
– Ready for Take-Off!
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